Ab wann sollte ein Baby im Stuhl oder Hochstuhl überhaupt sitzen?

Wenn es um das Füttern des Babys geht, ist es eine ziemlich unbequeme Lösung, das Kind die ganze Zeit bei sich auf dem Schoß zu halten. Viele Eltern sehnen sich daher schon recht früh nach einem Hochstuhl, in dem das Kind Platz nehmen und an dem Geschehen am Tisch teilhaben kann. Überstürzen sollte man hier jedoch nichts. Denn die grundlegende Empfehlung lautet, ein Kind erst dann in einen Hochstuhl zu setzen, wenn dieses von selbst aufrecht sitzen kann. Dies ist dahingehend wichtig, da die Rückenmuskulatur von kleinen Kindern noch nicht stark ausgeprägt und daher sehr schwach ist. Wird das Kind dennoch in einen Hochstuhl gesetzt und damit zum sitzen „gezwungen“, kann es zu frühkindlichen Haltungsschäden und Beeinträchtigungen der Wirbelsäule kommen.

Oftmals schaffen es Kinder etwa ab dem 8. oder 9. Monat, von selbst aufrecht zu sitzen und diese Position auch halten zu können. Wichtig ist jedoch sich klar zu machen, dass jedes Kind in seiner Entwicklung anders ist. Daher sollte man immer zuerst den individuellen Entwicklungsstand seines Kindes beurteilen und sich nicht allein stur nach Altersempfehlungen durch den Hersteller richten. Dennoch sind diese immer auch als hilfreiche Richtlinie zu verstehen. Viele Modelle finden sich auch, die sich bereits an Kinder ab 6 Monaten richten.

Zudem ist die Nutzung eines Hochstuhls auch immer abhängig von dem jeweiligen Modelle. Es gibt vielerlei Hochstühle, deren Position individuell geändert und daher dem Kind angepasst werden kann. So ist es beispielsweise möglich, Babyhochstühle mit einer Art Sitzschale zu nutzen, in der das Kind eine eher liegende Position einnimmt. Diese eignen sich daher auch bereits für noch kleinere Kinder. Kann das Kind bereits alleine sitzen, können auch Sitzverkleinerer genutzt werden, um einen noch komfortableren Sitz zu ermöglichen, das Kind in seiner Haltung zu stabilisieren und (noch) zu große Sitzflächen zu verkleinern. Wird ein Modell besonders clever ausgewählt, so kann dieses mit dem Kind mitwachsen und es über viele Jahre hinweg begleiten, ohne dass aufgrund der wachsenden Körpergröße immer wieder in ein neues Modell investiert werden muss. So gibt es auf dem Markt beispielsweise Hochstühle, die sich an Kinder von 6 Monaten bis 10 Jahren richten.

Eltern sollten also in jedem Fall feinfühlig sein und auf die natürliche Entwicklung ihres Kindes reagieren, wenn es darum geht, sich jetzt schon für oder gegen einen Hochstuhl zu entscheiden. Mit der Auswahl eines Modells, das gezielt für sehr junge Babys ausgestattet ist, kann die Notwendigkeit des Sitzens zudem noch etwas umgangen werden.

Welche verschiedenen Arten Babyhochstühle gibt es?

Wer sich einmal etwas genauer mit dem Thema Babyhochstühle befasst, wird schnell feststellen, dass Hochstuhl nicht gleich Hochstuhl ist. Hier lassen sich die verschiedenen Designs unterscheiden, die, jedes für sich genommen, ganz eigene Vorzüge mit sich bringen.

Treppenhochstuhl. Dieser besitzt Brettchen für die Füße, Sitzbrett und Tablett, was optisch auf den ersten Blick wie eine Treppe anmutet. Bei einem Treppenhochstuhl sollten individuelle Anpassungen möglich sein. Das heißt, sowohl Sitzbrett als auch Fußbrett sollten in ihrer Höhe verstellbar sein, um sich der wachsenden Körpergröße des Kindes anzupassen. Weiterhin ist es sinnvoll, wenn sich das Tablett bzw. Tischchen abnehmen lassen kann. Dadurch ist es dem Kind später möglich, sein Essen direkt vom Esstisch zu genießen.

Weiterhin gibt es die sogenannten Kombi-Hochstühle. Hier trifft Tisch auf Stuhl. Beides wird sicher miteinander versteckt, um schließlich einen Hochstuhl zu ergeben. Gleichzeitig jedoch ist es ebenso möglich, sowohl Tisch als auch Stuhl einzeln zu verwenden. Hier können Kinder beispielsweise auch malen oder spielen.Wenn es in den Urlaub geht, muss natürlich auch der Babyhochstuhl mit. Damit hier nicht das Luxus-Modell mit sich transportiert werden muss, lassen sich auch spezielle Reisehochstühle finden. Diese zeichnen sich durch ein leichtes Gewicht und einen schnellen Auf- und Abbau aus. Gut geeignet als Variante des Reisehochstuhls ist beispielsweise der einfache Tischsitz. Hierbei handelt es sich nur um einen Sitz, ohne Beine, der an einem (möglichst stabilen und sicher stehenden) Tisch befestigt wird. Da der Tischsitz sehr kompakt ist und sich meist auch noch zusammenklappen lässt, ist er der ideale Reisebegleiter.

Auch kann eine spezielle Sitzerhöhung genutzt werden, die meist aus einer Holzkonstruktion besteht und mittels Gurten fest an einem herkömmlichen Stuhl befestigt wird. Es lassen sich auch klassische Babyhochstühle finden, die sich durch sehr kompakte Maße und ein vergleichsweise leichtes Gestell, etwa aus Kunststoff, auszeichnen. Solche Modelle können auch sehr gut als Zweit-Hochsitz genutzt werden und ihren Platz etwa bei den Großeltern finden.

Daneben gibt es auch noch den Mehrzweckhochstuhl. Dieser bietet Eltern einen zusätzlich Mehrwert, da er über verschiedenste zusätzliche Funktionen verfügen kann. So kann er über einen extra großen anmontierten Tisch verfügen, der beispielsweise als Ablage zum Spielen oder Malen genutzt werden kann. Auch kann der Stuhl so eingestellt werden, dass das Kind eine liegende Position einnehmen kann, wodurch er schon für Babys geeignet ist. Auch eine Höhenverstellbarkeit ist hier in der Regel gegeben, ebenso wie eine bequeme Polsterung, die natürlich abwaschbar sein sollte.

Sinnvolles Zubehör für Babyhochstühle

Der Babyhochstuhl an sich ist bereits eine sehr praktische Erfindung und wird von vielen Eltern gerne und regelmäßig genutzt. Im Handel lässt sich jedoch noch einiges an Zubehör finden, mit dem der Babyhochstuhl individuell ergänzt werden kann. Eltern können den Hochstuhl dadurch noch besser ihren Bedürfnissen und natürlich den des Kindes anpassen.

So gibt es zum einen die Möglichkeit, einen Sitzverkleinerer zu nutzen. Durch diesen gewinnen auch schon kleinere Kinder einen optimalen Halt und können angenehm und komfortabel in ihrem Babyhochstuhl Platz nehmen. Sitzverkleinerer gibt es als Rücken- oder auch Seitenlehnen. Sie stützen das Kind während des Sitzens und verkleinern durch ihre Polsterung die Sitzfläche, sollte diese noch zu groß für das Kind sein.

Sehr nützlich im täglichen Gebrauch kann auch ein Netz oder ein Korb sein, der unterhalb des Sitzes am Stuhl befestigt wird. Viele Babyhochstühle lassen sich finden, die diesen zusätzlichen Stauraum bereits standardmäßig befestigt haben. Hier finden Lätzchen, Tücher oder Spielzeug ihren Platz und sind immer schnell griffbereit, statt erst zusammengesucht werden zu müssen.

Auch ein Tablett lässt sich extra erwerben, um mit bestimmten Modellen kombiniert zu werden. Das Tablett bzw. Essbrett dient als eigener kleiner Tisch, auf dem die Mahlzeit für das Kind abgestellt werden kann. Bestenfalls lässt sich dieses bei Bedarf schnell an- und abmontieren. Ist es groß genug, kann es sogar als Spielfläche genutzt werden und Malbuch, Stifte und andere Spielsachen finden darauf ihren Platz. So kann das Kind mit am Tisch Platz nehmen und ist beschäftigt, auch wenn gerade keine Mahlzeit eingenommen wird.

Es lassen sich auch Hochstühle mit Spielzeug finden. Hier sind beispielsweise Gestänge vorhanden, die an der Sitzschale fixiert sind oder das Spielzeug wird auf andere Weise am Babyhochstuhl angebracht. Dies bietet zwei Vorteile. Zum einen findet das Kind Beschäftigung und kann sich selbst unterhalten, zum anderen müssen Eltern sich so nicht immer wieder bücken, um heruntergefallenes Spielzeug aufzusammeln, da das Spielzeug mit dem Stuhl verbunden ist und somit nicht herumgeworfen werden kann.

Unerlässlich ist zudem ein Sicherheitsgurt. Bei vielen Modellen ist dieser bereits zusammen mit dem jeweiligen Babyhochstuhl zu erwerben, es lassen sich aber auch Hochstühle finden, die individuell zusammengestellt werden können. Hier sollte in jedem Fall in einen Sicherheitsgurt als Zubehör investiert werden. Der Gurt verhindert ein Herausklettern oder -rutschen des Kindes. Je aktiver Kinder werden, umso mehr versuchen sie sich selbstständig aus ihrem Stuhl herauszuheben. Ein Gurt unterbindet diese risikoreichen Kletterversuche.

Welcher Hochstuhl ist der beste für mich ?

Die Auswahl an Babyhochstühlen ist groß und hält für jeden Anspruch sowie jedes Budget das passende Modell bereit. Einige beliebte Hochstühle sollen daher an dieser Stelle vorgestellt werden.

Die beliebtesten Babyhochstühle:

Hoch in der Gunst der Kunden steht zum einen der Hauck 665107 Sit’n Relax Zoo. Der hochwertige Babyhochstuhl bietet einen deutlichen Mehrwert, da er sich auch zu einer Babywippe umfunktionieren lässt und daher doppelt genutzt werden kann. Natürlich sind auch diverse Features wie Sicherheitsgurt mit Durchrutschschutz, verstellbares Tablett und Anpassung des Stuhls zum Sitzen, Ruhen und Liegen vorhanden. Der Hauck Stuhl ist 7-fach höhenverstellbar sowie 3-fach verstellbar bei der Rückenlehne.

Gerne entscheiden sich Eltern auch für den Hochstuhl Polly von Chicco. Auch dieser besitzt eine verstellbare Rückenlehne sowie eine abnehmbare Tischplatte. Die Nutzung ist sowohl als Hochstuhl sowie später als Kinderstuhl möglich. Sitz, Rückenlehne und Fußstütze sind mehrfach verstellbar.

Einen genaueren Blick wert ist auch der Prima Pappa-Diner aus dem Hause Peg-Pérego. Sitzneigung und Sitzhöhe können individuell angepasst werden. Durch die Rollen an den Hinterbeinen, kann der Hochstuhl etwas geneigt und bequem verschoben werden. Der große Sitz ist anatomisch geformt, um das Kind in seiner Körperhaltung ideal unterstützen zu können. Weiterhin kann das Doppeltablett bei diesem Modell bei Bedarf entfernt und auch in der Spülmaschine gereinigt werden. 5-Punkt-Sicherheitsgurt und Durchrutschsicherung sind ebenfalls vorhanden. Bei Nichtnutzung wird der Prima Pappa-Diner einfach platzsparend zusammengeklappt.

Wer Babyhochstühle in besonders natürlichem und schlichtem Design bevorzugt, für den kann der Safety 1st Timba die richtige Wahl sein. Hier handelt es sich um einen mitwachsenden Hochstuhl, der vom 6. Monat bis zum 10. Lebensjahr genutzt werden kann. Der aus Buchenholz gefertigte Stuhl wirkt gerade aufgrund seiner Schlichtheit sehr natürlich und elegant. Er besitzt einen 3-Punkt-Gurt und ist extra groß gefertigt, was den Vorteil mit sich bringt, dass das Essbrett über die Tischplatte ragt und das Kind sehr nahe an den Tisch geschoben werden kann. Sowohl Essbrett, als auch die Spiel- und Sicherheitsbügel können bei Bedarf abgenommen werden. Sollte der Boden uneben sein, auf dem der Hochstuhl steht, kann dies durch die individuell verstellbaren Füße wieder ausgeglichen werden, was für einen sicheren Stand unerlässlich ist.

Wer zudem einen günstigen Hochstuhl sucht, der sich schnell zusammenklappen und gut transportieren lässt, damit er für Besuche bei Oma und Opa genutzt werden kann, der sollte einen Blick auf den Froggy Hochstuhl werfen, der sich gut als kostengünstiges Zweit-Modell nutzen lässt. Mit Tisch, Fußablage, 5-Punkt Sicherheitsgurt und abwaschbarem Sitzbezug ausgestattet, bietet der Stuhl alle relevanten Features, die von einem Babyhochstuhl erwartet werden können.